Andreas Hofer Schützenkompanie

Mitglied im Sankt Sebastianus Schützenverein Düsseldorf-Wersten 1925 e. V.

Wissenswertes über Andreas Hofer

 

Andreas Hofer PortraitAndreas Nikolaus Hofer, so der vollständige Name, wurde am 22.November 1767 als einziger Sohn und jüngstes von insgesamt vier Kindern von Maria Hofer, geborene Aigentler, und des Vaters Josef Hofer, Wirt des Gasthofes Sandhof, nahe bei St. Leonhard im Passeiertal im heutigen Südtirol geboren. Zu Weihnachten 1770 starb Andreas Hofers Mutter überraschend.
Sein Vater heiratete darauf Anna Frick.
Vier Jahre später starb auch Hofers Vater, was den späteren Volkshelden zum Vollwaisen machte.
Die älteste seiner drei Schwestern, Anna heiratete bald darauf Josef Griener, der fortan das Gasthofgewerbe übernahm, während Andreas Hofers Stiefmutter Anna Frick sich um die Landwirtschaft kümmerte.

Schon in früher Jugend unternahm Andreas Hofer eine erste Reise als Wein- und Pferdehändlersgehilfe bis nach Welschtirol4 und erlernte auf dieser Reise die italienische Sprache.
Er zeigte ein ausgesprochenes Talent als Pferde- und Weinhändler, diente sich zum Gehilfen empor, wurde vorzeitig volljährig gesprochen und konnte nun bereits mit 22 Jahren den inzwischen herabgewirtschafteten Sandhof übernehmen.5

Am 21.7.1789 heiratete er Anna Ladurner vom Plonerhof aus der Ortschaft Algund bei Meran.
Mit ihr hatte Hofer sechs Töchter und einen Sohn.

Er erweiterte das Gastgewerbe und die Landwirtschaft um einen Branntwein- und Pferdehandel mit Saumpferden, um auf diese Weise den Sandhof vor dem finanziellen Ruin zu retten, was ihm auch gelang.
Andreas Hofer wurde fortan ,, Sandwirt " genannt.

Am 22.Juli 1790 nahm der Sandwirt erstmals als gewählter Abgeordneter des Passeiertals am Landtag zu Innsbruck teil, wurde Mitglied der Passeier Schützenkompanie und beteiligte sich 1796/97 als deren Führer gegen die Französischen Heere am 1. Koalitionskrieg.
1805 wurde Hofer die Organisation des Widerstandes gegen die bayrische Besetzung Tirols für das Vintschgau und das Passeiertal übertragen, nachdem mit dem Frieden von Preßburg 1805 Tirol an Bayern gefallen war.
1809 wurde Hofer dann auch mit der Organisation des Volksaufstandes in Tirol gegen Napoleon von Erzherzog Johann betraut.
Am 8.April1809 wurde die Volkserhebung gegen Bayern von Hofer proklamiert.
Nach einem ersten Erfolg über die bayrische Truppen bei Sterzing im April 1809 fand die erste ,,Bergisel"-Schlacht unter Joachim Speckbacher und Martin Theimer statt, bei der Innsbruck erstmals befreit wurde.
Nach erneuter Besetzung durch die Franzosen wurde in der zweiten ,,Berg-isel"-Schlacht im Frühsommer 1809 unter der Führung Andreas Hofers Innsbruck zurückerobert, mit der Folge, daß Bayern und Franzosen zunächst aus Tirol abzogen.
Daraufhin wurde Andreas Hofer zum Oberkommandanten von Tirol ernannt und griff das inzwischen seit Ende Juli wieder von Franzosen und Bayern besetzte Innsbruck in einer dritten Schlacht am ,,Bergisel" an.
Tags drauf zog er als Oberkommandierender in die Hofburg zu Innsbruck ein.

Im Frieden von Schönbrunn vom Oktober 1809, wurde Österreich gezwungen, Tirol wieder an Bayern abzutreten; dennoch hielt der Widerstand der Tiroler gegen Napoleon an.
Am ersten November fand schlußendlich eine vierte ,,Bergisel"-Schlacht statt, bei der die Tiroler unter der Führung Andreas Hofers unterlagen.
Am nächsten Tag erklärte sich der Sandwirt zur Unterwerfung bereit, um neun Tage später diese Erklärung zu widerrufen.

Hofer mußte zusammen mit seiner Frau Anna, seinem Sohn und seinem Freund Kajetan Sweth auf die Pfaundleralm fliehen.
Das Versteck wurde jedoch verraten und Hofer am 28.Jänner 1810 zusammen mit seinen Begleitern von einer französischen Abteilung des Vizekönigs von Italien verhaftet.

Am 19.Februar1810 wurde der Volksheld zum Tode durch Erschießen in Mantua verurteilt.
Er wurde auf dem Friedhof der Kirche San Michelle in Mantua bestattet. Dreizehn Jahre später öffneten österreichische Patrioten das Grab, exhumierten den Leichnam und brachten ihn nach Südtirol, von wo aus die Gebeine Hofers nach Innsbruck überführt wurden und in der Hofkirche bestattet wurden.
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